Jusos Heidelberg

#bildungistanders – unsere Forderungen für ein modernes und zukunftsfähiges Bildungssystem

Unsere Forderungen für ein modernes und zukunftsfähiges Bildungssystem, denn #bildungistanders

Wir unterstützen Lernfabriken meutern – Heidelberg und setzen uns gemeinsam für eine demokratisches, gerechtes und ausfinanziertes Bildungssystem ein! Bei unserem letzten offenen Plenum haben wir dafür unsere Ideen und Forderungen gesammelt und für die Kampagne #bildungistanders auf Bildern festgehalten.

1. Bildung muss als eine der wichtigsten gesamtstaatlichen Aufgaben begriffen und entsprechend angegangen werden. Wir brauchen einen gemeinsamen Plan von Bund, Ländern und Kommunen, keine Alleingänge! Regelmäßige Treffen aller am Bildungssystem beteiligten müssen umzusetzende Evaluationen hervorbringen statt nur Prestigeveranstaltungen zu sein.

2. Ein gerechtes Bildungssystem ist von der Wiege bis zur Bahre kostenlos! Das bedeutet für uns selbstverständlich die kostenlose Kita, aber auch Unterstützung beim Schuldbedarf und ein BaFöG, von dem tatsächlich gelebt werden kann.

3. Bildung muss überfinanziert werden! Kein anderer Bereich ist so wichtig für unsere Gesellschaft und Demokratie wie bestmögliche Bildung. Trotzdem wird das Bildungssystem wie ein Unternehmen allein unter Effizienzgesichtspunkten betrachtet – Man möchte mit möglichst wenig Einsatz möglichst viel menschliches Kapital für die Wirtschaft schaffen. Aber #bildungistanders! Wir wollen keine konkurrenzgetriebenen und überlasteten Drohnen, sondern aufrechte Demokrat*innen, die kritisch denken und ein selbstbestimmt leben.

4. Dieses Konzept eines*r mündigen Bürger*in muss sich auch in den Machtstrukturen des Bildungssystems wiederspiegeln. Es muss radikal demokratisiert werden und allen beteiligten Personen umfangreiche Mitbestimmung einräumen.

5. Um das Bildungssystem angemessen zu finanzieren und einen bundesweit koordinierten Bildungsplan zu realisieren, muss das Kooperationsverbot abgeschafft werden. Subsidiarität hat ihren Platz, aber nicht bei einem so bundesweiten und eigentlich sogar internationalen Thema.

6. Das dreigliedrige Schulsystem ist ungerecht. Es diskriminiert nach sozio-ökonomischen Hintergrund und fordert bestimmte Formen der Leistungserbringung, während es alternative Begabungen nicht würdigt. Ein gerechtes Schulsystem fördert jede*n Schüler*in individuell und spiegelt in seinen Klassen die Gesellschaft wider – Wir brauchen keine frühkindliche Elitenbildung, sondern gemeinsames Lernen ein Leben lang.

7. Dass Inklusion noch immer nicht vollständig beziehungsweise unzureichend umgesetzt wurde, ist beschämend. Wenn die Schule auf das Leben in einer vielfältigen Gesellschaft vorbereiten soll, muss sie diese Vielfalt selbst abbilden.

8. Die Arbeitsbedingungen von Lehrer*innen müssen sofort und umfassend verbessert werden. Die Menschen, auf deren Schulter die Verantwortung für die Entwicklung aller jungen Menschen lastet, dürfen nicht in prekären Verhältnissen beschäftigt und dabei auch noch horrenden Überstunden ausgesetzt werden.